Trump Xi Gipfel: Pandas statt Zugeständnisse – Zoll-Pause nur bis 10. Januar 2027

Symbolbild für den Handelsstreit: Frachtcontainer oder ein Containerschiff in einem Hafen bei Dämmerlicht, im Vordergrund stilisierte Elemente wie Zollsymbole oder Rohstoffcontaine – Symbolbild, KI-erzeugt
Symbolbild, KI-erzeugt
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Zwei Pandas als Geschenk, aber keine Zugeständnisse bei Rohstoffen: Der Trump Xi Gipfel in Washington bleibt einer Analyse der WirtschaftsWoche zufolge deutlich hinter der Inszenierung zurück. Konkret vereinbart wurde vor allem eine Verlängerung der Zoll-Pause: Die Zusatzzölle von bis zu 145 % auf chinesische Importe sollen demnach bis zum 10. Januar 2027 ausgesetzt bleiben.

Trump empfing seinen Gast Xi Jinping persönlich am Flughafen. Eine solche Geste habe es laut wiwo.de zuletzt 1962 gegeben, als John F. Kennedy den britischen Premierminister Harold Macmillan abholte. Beim Staatsbankett wurden hochklassige Speisen wie Samtsuppe, Seebarsch und Kirsch-Eis serviert.

Trump Xi Gipfel: Prunk in Washington, aber kaum Substanz

Wie Fox News berichtet, dauerte der Staatsbesuch von Xi Jinping zweieinhalb Tage und endete mit einem Besuch in den National Archives. Die Ankunftszeremonie umfasste militärische Ehren, eine Truppenparade und einen Formationsflug eines B-2-Bombers mit vier Kampfjets.

Trump und Xi trafen sich morgens zum Tee im Roten Zimmer des Weißen Hauses, begleitet von ihren Ehefrauen. Die eigentlichen politischen Gespräche wurden laut wiwo.de zugunsten touristischer Programmpunkte gekürzt – etwa einer Führung durch den neuen Ballsaal, das Marine-One-Hubschraubergelände und die sogenannte Presidential Walk of Fame.

Dort ist das Porträt von Ex-Präsident Joe Biden inzwischen durch ein Autopsie-Bild ersetzt worden, eine Anspielung Trumps auf seine Kritik an Bidens Umgang mit Autopsieberichten, wie Fox News schreibt. Vor dem Weißen Haus protestierten Demonstranten für die Freiheit Hongkongs und gegen Xi Jinping.

Der Zoll-Deal: 145 % Strafzölle bis 10. Januar 2027 pausiert

Kern des wirtschaftlichen Ergebnisses ist die Verlängerung eines Abkommens, das ursprünglich im Oktober 2025 in Busan geschlossen worden war und am 10. November 2025 auslaufen sollte. Die Zusatzzölle auf chinesische Importe in Höhe von bis zu 145 % bleiben nun bis zum 10. Januar 2027 ausgesetzt.

Laut Fox News plant die Trump-Regierung zudem, über Zollsenkungen bei nicht-strategischen Waren zu verhandeln. Auf der Agenda standen demnach auch Exporte Seltener Erden, mögliche Exportkontrollen und Beschränkungen für chinesische Vorstufen des Opioids Fentanyl.

Seltene Erden bleiben der wunde Punkt

Bereits seit 2023 drosselt oder verhindert China laut wiwo.de die Lieferung kritischer Rohstoffe wie Gallium und Germanium in die USA. Dysprosium wurde zuletzt im April 2025 exportiert, Terbium im Oktober 2025 – danach versiegten die Lieferungen weitgehend.

Im Mai 2026 war Trump mit einer 17-köpfigen Delegation von US-Firmenchefs, darunter Mastercard-Chef Michael Miebach, selbst nach Peking gereist. Beim Gegenbesuch in Washington waren laut wiwo.de keine chinesischen Unternehmensvertreter beim Staatsbankett zugegen. Stattdessen luden die Gastgeber Technologie- und Bankchefs von Amazon, SpaceX, Google, Dell, Nvidia, OpenAI, Citigroup und Apple ein.

  • 145 %: Höhe der ausgesetzten Zusatzzölle auf chinesische Importe
  • 10. Januar 2027: neues Ablaufdatum der Zoll-Pause
  • 1.300 Lieferungen: mutmaßliche Sendungen vom Iran an China mit Raketen- und Drohnenbauteilen im ersten Halbjahr 2026
  • 100.000 Studierende: sollen laut Xi in den nächsten fünf Jahren zum Austausch nach China eingeladen werden
  • 2 Pandas: Geschenk Chinas an den Zoo Atlanta

Was das für Tankstellenpreise und Industrie bedeutet

Für US-Verbraucher ist vor allem die Iran-Frage brisant. Die von Teheran blockierte Straße von Hormus treibt laut wiwo.de die Benzin- und Dieselpreise in den USA deutlich nach oben. Die US-Regierung erwägt deshalb sogar einen Exportstopp für Diesel.

China selbst gab während des Gipfels keine öffentliche Zusage, seine Unterstützung für den Iran einzuschränken, obwohl laut wiwo.de gerade chinesische Komponenten für iranische Raketen und Drohnen infrage stehen. Im ersten Halbjahr 2026 soll es rund 1.300 solcher Lieferungen gegeben haben.

Wie es nach dem Trump Xi Gipfel weitergeht

Politisch brisant wird das Thema für Trump vor allem wegen der US-Zwischenwahlen am 3. November 2026: Seine Zustimmungswerte sinken laut wiwo.de auch bei früheren Anhängern, weil die Energiepreise steigen.

Öffentlich zog Trump dennoch eine positive Bilanz und lobte laut Fox News das Verhältnis zu China als außergewöhnlich freundschaftlich. Pressefragen beantwortete er nach dem Treffen nicht. Xi wiederum betonte in seiner Rede den gemeinsamen Kampf beider Länder gegen Japan im Zweiten Weltkrieg und erklärte, China halte seine Türen für amerikanische Investitionen offen.

Für Europas Industrie, die auf dieselben Rohstoffketten angewiesen ist, bleibt die Lage vorerst unklar. Die vorliegenden Quellen zum Gipfel äußern sich dazu nicht konkret.

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