MediaMarkt: Elektronik via Lieferando und Reparaturservice als Abo

Lieferando-Bote fährt mit Fahrrad und Rucksack durch die Stadt
Bloomberg/Bloomberg via Getty Images
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MediaMarkt geht neue moderne Wege. Elektronik soll von Boten zugestellt, Geräte per Abo repariert werden.

Elektronische Geräte über die Lieferando-App zu bestellen ist nicht länger eine Utopie. MediaMarkt hat den Schritt mit neuen Strategien gewagt. Vor kurzem ist der Elektronik-Riese eine Kooperation mit Lieferando, dem Onlinemarktplatz für Essensbestellungen eingegangen. Und die Idee dahinter klingt vielversprechend und ertragsreich.

MediaMarkt-Produkte auf dem Lieferando-Marktplatz

Lieferando hat seinen Marktplatz um eine weitere Sparte, nämlich jene für Non-Food-Produkte, erweitert. Auf der Plattform sollen demnach etwa 100 Kleingeräte sowie Zubehör von MediaMarkt abruf- und bestellbar sein. Der Pilotversuch zu der neuen Marketing-Strategie geht im hippen zukunftsorientierten Berlin über die Bühne.

Gut durchdachtes Sortiment

Vorerst hält sich der Umfang des Sortiments elektronischer Geräte auf Lieferando zwar noch in Grenzen, erhältlich sind dafür aber die gängigsten Waren, sowie jene, die bei Konsumenten besonders gefragt sind. Die 100 angekündigten Kleingeräte umfassen unter anderem Smartphone-Zubehör, Ladekabel, Powerbanks, Adapter und Computer-Equipment.

Auch an Haushaltsausstattung wurde gedacht. So findet man auf der Plattform Handstaubsauger, Handmixer und LED-Lampen.

In der Kategorie Home-Entertainment-Gadgets gibt es Adapter und Gaming-Zubehör und die Kategorie Pflegeprodukte wartet mit Elektrozahnbürsten, Rasierern und Föhnen auf.

Schnelle Lieferzeiten als Konsumenten-Vorteil

Mit der Zusammenarbeit, die MediaMarkt mit Lieferando eingegangen ist, könnte der Elektronik-Gigant den Zahn der Zeit treffen. So sind kurze Lieferzeiten und lange Öffnungszeiten nicht nur große Kunden-Vorteile, sondern vor allem auch überaus gefragt.

Innerhalb des Berliner Rings liefert der Express-Service von 8:00 Uhr bis 23:45 Uhr. Auch angrenzende Stadtteile können den Service nutzen, ohne dabei mit extra Gebühren oder Aufschlägen rechnen zu müssen.

Laut Aussagen der beiden Unternehmen könne die Lieferzeit von dringend benötigter Elektronik in Berlin dank ihres Systems auf gute 36 Minuten verkürzt werden.

Reparaturservice als Abo

Auch hinsichtlich des Reparaturen-Services will MediaMarkt die Möglichkeiten ausweiten. So soll es Kunden demnächst möglich sein, alle Geräte per Abo reparieren zu lassen.

In einem Interview mit dem Magazin Wirtschaftswoche erläutert Karsten Wildberger, Vorstandsvorsitzender der Ceconomy AG, das Abo-Modell so: „Geht etwas kaputt, kommen Sie einfach in den Markt, und wir sorgen dafür, dass es wieder funktioniert.“ Ob damit auch Geräte, die nicht bei MediaMarkt gekauft wurden, eingeschlossen sind, sei vorerst dahingestellt.

Kleine Anmerkung: Die Ceconomy ist ein börsennotiertes Unternehmen. Eine Tochtergesellschaft ist die MediaMarktSaturn Retail Group.

Im Herbst 2023 soll das myMediaMarkt Plus-Abo eingeführt werden. Zusatz-Zuckerl: Abonnenten soll ein 24/7 Support zur Verfügung stehen.

Angeblich werde das Abo zwei unterschiedliche Varianten beinhalten. Das Basic-Abonnement würde demnach die Reparatur von Haushaltsgeräten abdecken. Über das Premium-Modell könne man auch Computer, Smartphones, Tablets und Wearables reparieren lassen.

Und der Kostenpunkt? Wer von dem MediaMarkt-Abo profitieren will, der bezahlt dafür monatlich eine Gebühr. Wie hoch diese sein wird, wurde noch nicht offiziell kommuniziert.

Auch Aufbereitung und Entsorgung im Angebot

Neben dem Reparatur-Service denkt MediaMarkt außerdem an, Altgeräte in Zahlung zu nehmen, wenn Kunden sich ein neues Gerät kaufen wollen. Das Angebot gelte sowohl online als auch vor Ort und umfasse beispielsweise Smartphones, Tablets und Digitalkameras. Die abgegebenen Altgeräte würden dann aufbereitet und weiterverkauft oder fachgerecht entsorgt werden.

MediaMarkt will mit Strategie Cashflow steigern

Mit der strategischen Weiterentwicklung will MediaMarkt profitabler werden und den Cashflow erhöhen. Das Unternehmen kündigte auch an, den Online-Anteil am Gesamtumsatz bis zum Geschäftsjahr 2025/2026 um 30 % steigern zu wollen.

Ein weiteres Ziel sei es zudem, den Eigenmarken-Anteil am Gesamtumsatz bis zum Geschäftsjahr auf über 5 % nach oben zu schrauben. Eigenmarken sollen den Kunden ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und die Profitabilität des Unternehmens stützen.

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