Klarna möchte noch heuer an die Börse

Person hält Handy mit Klara-App in der Hand
SOPA Images/LightRocket via Getty Images
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Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna hat es geschafft und ist wieder profitabel. Nun plant das Fintech-Unternehmen den Gang an die Börse.

Klarna dürfte erstmals seit 2018 wieder schwarze Zahlen schreiben. Das gab zumindest Sebastian Siemiatkowski, Mitgründer und CEO des Unternehmens, bekannt. Diesen Erfolg will man nutzen, indem man möglicherweise noch in diesem Jahr an die Börse geht.

Im vergangenen Jahr konnte das Fintech-Unternehmen aus Stockholm seinen Nettoverlust um 76 % auf etwa 230 Millionen Euro reduzieren. Vor allem auf dem amerikanischen Markt ist man präsent. So haben die USA Deutschland mittlerweile als den größten Markt von Klarna überholt.

Kostensenkung: Gespart wird an Investitionen und Mitarbeitern

Die Kosten im Hause Klarna sinken zum einen aufgrund der verringerten Investitionen, zum anderen auch dank einer kontinuierlichen Reduzierung der Mitarbeiterzahl. Seit Oktober stellt das Unternehmen keine neuen Mitarbeiter mehr ein. Siemiatkowski plant, an diesem Kurs festzuhalten und erwartet aufgrund der üblichen Fluktuation in Tech-Unternehmen von etwa 20 % der Belegschaft pro Jahr, dass Klarna bis Ende des Jahres zwischen 3.100 und 3.200 Mitarbeiter haben wird.

Außerdem sei man durch den Einsatz von KI wesentlich produktiver geworden. Im vergangenen Jahr stiegen die Einnahmen von Klarna um etwa ein Fünftel.

Drei Gläser stehen nebeneinander auf gelben Hintergrund und sind mit Geld gefüllt. Darunter stehen unterschiedliche Wörter wie

Mehr Effizienz, weniger Mitarbeiter dank KI

Klarna treibt den Einsatz von KI weiter voran. Kürzlich hat man einen Chatbot eingeführt, der auf dem Sprachmodell ChatGPT von OpenAI basiert und vor allem einfache Kundenanfragen beantwortet. Laut Siemiatkowski bewältigt dieser Chatbot bereits das Arbeitsvolumen von 700 Vollzeitmitarbeitern in Callcentern. Durch den neuen KI-Chatbot erwartet Klarna erhebliche Einsparungen.

Siemiatkowski betont, dass der Chatbot erst der Anfang sei, wenn es um die Integration von KI in das Angebot des Zahlungsdienstleisters geht. Es gebe weitere Initiativen, die in Planung seien. Außerdem solle jeder Mitarbeiter KI nutzen und dadurch produktiver sein.

Steht Börsengang kurz bevor?

Angeblich will Klarna noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Das Unternehmen strebe eine Firmenbewertung in Höhe von 20 Milliarden Dollar an.

Interessant ist, dass Klarna einst das teuerste nicht börsennotierte Start-up in Europa war. Im Jahr 2021 erreichte die Bewertung fast 46 Milliarden Dollar. Aufgrund von Zinsänderungen und des Rückgangs der Technologieaktien am Aktienmarkt fiel sie im darauf folgenden Jahr auf etwa sieben Milliarden Dollar zurück, was vor allem bei Investoren für Verunsicherung und Zurückhaltung sorgte.

Der CEO von Klarna, Siemiatkowski, gab vorerst nur vage Antworten auf Fragen bezüglich eines möglichen Börsengangs und möchte keine konkreten Informationen preisgeben. Es ist jedoch offensichtlich, dass dies ein wichtiges Ziel des Unternehmens ist.

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