Swarovski expandiert mit „Created Diamonds“ aus dem Labor

Ansicht einer Swarovski Filiale von außen
Jeremy Moeller/Getty Images News via Getty Images
Inhaltsverzeichnis

Created Diamonds“ nennt sich die laborgezüchtete Diamanten-Kollektion des österreichischen Traditionsunternehmens Swarovski, mit der man derzeit auf Erfolgskurs steuert.

„Laborgezüchtete Diamanten werden in Zukunft eine bedeutende Rolle in der Diamantenkategorie spielen und stellen ein strategisches Wachstumssegment für Swarovski dar“, verkündete Swarovski-CEO Alexis Nasard erst vor Kurzem. In den USA und in Kanada stellten sich bereits erste große Erfolge damit ein. Nun will man auch innerhalb der europäischen Märkte sowie in Asien und Australien glänzen und glitzern. Neben Deutschland, Österreich und Frankreich sollen die sogenannten „Fine Jewellery-Kollektionen“ demnächst auch in Italien, Großbritannien, China, Korea, Japan, Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gelauncht werden.

Globale Expansion mit Fine Jewellery-Sparte

Mit der Fine Jewellery-Sparte und den laborgezüchteten Diamanten passe man sich der natürlichen Marktentwicklung an und verfolge eine globale Expansion. „Galaxy“, die erste von Global Creative Director Giovanna Engelbert designte Schmuckkollektion, befindet sich derzeit gerade in der Vorbereitung und soll im Herbst bei der Eröffnung des neuen Swarovski Flagship-Stores in der 5th Avenue in New York vorgestellt werden.

Zwei Diamanten liegen nebeneinander

Zertifizierung durch IGI

Auch hinsichtlich neuer Partnerschaften gibt es aus dem Kristallhaus News. So verlautbarte Swarovski die Zusammenarbeit mit dem International Gemologial Institute (IGI). Dieses wird die Created Diamonds der Galaxy-Kollektion zertifizieren und den Prestigewert dieser unterstreichen. Immerhin habe das unabhängige Institut über 50 Jahre lang Erfahrung in der Diamantenbewertung. Jeder im Labor gezüchtete Diamant der Created Diamond-Kollektion würde auf dessen Qualität geprüft und zertifiziert werden. In die Bewertung fallen etwa der Schliff, die Farbe, die Reinheit und das Karatgewicht.

Kaum Unterschiede zu geförderten Diamanten

Ob es einen Unterschied von im Labor gezüchteten Diamanten zu naturechten Diamanten gäbe? Jein. Der Unterschied liege laut Swarovski einzig in der Herstellung. Ansonsten seien die im Labor hergestellten Diamanten „zu 100 % identisch zu geförderten Diamanten“. Man könne sie weder aufgrund chemischer, noch physikalischer oder optischer Eigenschaften von einem geförderten Diamanten unterscheiden. Weiters spricht man den Created Diamonds zudem noch eine gewisse Umweltfreundlichkeit zu.

In den USA und in Kanada ist die neue Swarovkski Galaxy-Kollektion ab dem 18. September in den Stores erhältlich. Weitere Märkte sind, wie eingangs erwähnt, in Planung.

Frau trägt elegante Diamanten-Ohrringe

Das Swarovski-Imperium hat seit über 120 Jahren Bestand

Swarovski blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Seit über 120 Jahren ist das Kristallhaus ein finanziell unabhängiges Familienunternehmen, das mittlerweile bereits in der fünften Generation geführt wird. Was 1895 mit einer kleinen Kristallschleiferei im Tiroler Wattens (Österreich) anfing, hat sich zu einer global führenden Unternehmensgruppe entwickelt, die sich dem Wachstum und dem Ausbau seiner führenden Position in Hinblick auf Design, Kreativität und technologischer Innovation verschrieben hat.

Turbulente Zeiten

Doch der österreichische Kristallkonzern war in den letzten Jahren immer wieder mit starken Turbulenzen konfrontiert. Und zwar sowohl aus wirtschaftlicher Sicht, als auch die Konzernführung betreffend. Die Corona-Pandemie setzte dem Unternehmen zusätzlich zu. Und die heftigen Unstimmigkeiten innerhalb der Swarovski-Familien waren wie Öl im Feuer. Ex-CEO Robert Buchbauer leitete einen Umbau des Konzerns ein, der zahlreiche Kündigungen in Wattens nach sich zog. Bei einem Teil des Familienclans stieß dies auf Missgunst. Rechtliche Auseinandersetzungen waren die Konsequenz.

2022 übernahm erstmals eine familienfremde Person die Unternehmensführung, Alexis Nasard. Seitdem geht es mit Swarovski wieder in Richtung schwarzer Zahlen. Im Geschäftsjahr 2022 verzeichnete Swarovski ein Wachstum von 10 % gegenüber dem Jahr zuvor und kam bei einem Umsatz von 1,83 Mrd. Euro zu liegen. Auch heuer rechnet man mit einer positiven Bilanz.

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