Wie investiere ich 100.000 Euro richtig?  

Inhaltsverzeichnis

Unterschiedliche Überlegungen

Das Geld kann investiert werden. Risikoreich auf der einen Seite oder in Varianten, die weniger Rendite bringen, dafür aber ein geringeres Risiko haben. Auch Schuldentilgung ist eine gute Option. Shopping ist immer eine Möglichkeit. Auch die Anzahlung für eine Wohnung kann überlegt werden. Wichtig ist nur, dass die Entscheidung gut überlegt wird. Denn bei Geld ist es wie mit der Zeit: einmal verstrichen kommt es nicht wieder!

Genaue Zieldefinition ist wichtig

Die Zieldefinition steht am Anfang aller Entscheidungen. Mark Twain hat gesagt: „Als sie ihr Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten sie ihre Anstrengungen!“ Das mag für manche Bereiche möglich sein, doch wenn Geld schon einmal verspekuliert wurde, gibt es kein zurück mehr. Die Corona-Krise hat leider gezeigt, wie schnell Aktienkurse fallen können. Auch der Beginn des Ukraine-Krieges hat die Wirtschaftslage von heute auf morgen verändert.

Blick in die Zukunft

Als wichtiges Kriterium wird festgelegt, wofür Geld in Zukunft ausgegeben wird. Vorsorgen für Kinder sind eine gute Idee, oder die Investition in eine Altersrente. Auch die Investition in ein Eigenheim kann überlegt werden. Wichtig ist die auch Veranlagungsdauer. Es besteht die Möglichkeit, das gesamte Vermögen einer Finanzdienstleistungsfirma zur Verfügung zu stellen und dafür eine lebenslange Rendite zu beziehen. Bei 100.000 Euro entspricht das ungefähr € 320,– im Monat. Diese Vorgehensweise rentiert sich aber erst ab einer Laufzeit von ungefähr 26 Jahren.

Risiko und Rendite genau abwägen

Eine der wichtigsten Überlegungen betrifft die Gegenüberstellung von Rendite und Risiko. Grundsätzlich sagt man, je risikoreicher eine Investition ist, desto höher ist auch die Rendite. Ein Sparbuch hat kein Risiko, jedoch auch fast keine Rendite. Fremdwährungskonten sind eher risikoreich, werfen aber auch eine entsprechend hohe Rendite ab. Eine Investition in ein Immobiliencrowdfundingprojekt kann ebenfalls hohe Gewinne bringen. Aber auch das Gegenteil, wenn der Investor im Vorfeld nicht genau geprüft wird und das Projekt nicht erfolgreich realisiert wird. Ein wichtiger Tipp ist, die Einhaltung der 70/30 Regeln. Sie besagt, dass 70 % des Geldes in  Varianten wie z.B. Tages- oder Festgeldkonten angelegt werden und 30 % in Aktien und ETFS-Konten. Eine gute Alternative kann auch die Nutzung eines Robo-Advisors sein. Das sind digitale Anlageberater, die die gesamte Analyse bestehender Anforderungen übernehmen.  Fragen zum Finanzierungsvorhaben müssen beantwortet werden. Den Rest erledigt der Robo-Adivso. Diese Vorgehensweise ist kostengünstiger als die meisten Finanzberater.

Nutzung für ein Eigenheim

Sollten das Geld für die Schaffung von Eigentum genutzt werden, muss bedacht werden, dass zumindest 30 % Eigenkapital heute notwendig sind, um eine entsprechende Bankenfinanzierung zu bekommen. Bei 100.000 Euro Eigenkapital hat man eine gute Basis, doch bei den derzeitigen Immobilienpreisen könnte es bei dem Erwerb eines Einfamilienhauses schon eng werden.

Auch Schuldentilgung ist eine Option. Fremdkapital ist teuer und meistens rentiert es sich, die Schulden frühzeitig zurückzuzahlen, da Kreditzinsen meistens höher sind, als die Renditen für Veranlagungen.  Die sogenannten Dispozinsen auf Girokonten bewegen sich bankenabhängig bei 10 Prozent. Bei Immobilienkrediten gestaltet sich die Rückzahlung etwas komplizierter, da es hier verschieden Klauseln in den Verträgen gibt, die eine vorzeitige Tilgung nicht erlauben. Vorfälligkeitsentschädigungen sind bei normalen Krediten mit 1 % nach oben hin gedeckt, bei Immobilienkrediten kann dies anders geregelt sein.

Oder einfach anders ausgeben

Die Frage was mache ich mit 100.000 Euro kann auch so beantwortet werden: ich verprasse alles in einer Weltreise, ich investiere in meine Ausbildung, ich gründe ein Unternehmen. Einzig relevant ist der Grund für die Investition, den dieser entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. In Summe scheint das Prinzip von Dagobert Duck gut angebracht: „Das, was ich habe, vermehre ich!“

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